Das am 28. September 1990 durch den damaligen Regierungsbevollmächtigten und späteren Ministerpräsidenten Thüringens genehmigte Wappen des Landkreises Sömmerda hat folgende Blasonierung:
"Das Wappen des Landkreises Sömmerda ist gespalten mit einer eingepfropften Spitze, vorn neunmal von Schwarz über Gold geteilt und mit einem grünen Rautenkranz belegt und zeigt hinten in Blau einen siebenmal von Rot über Silber geteilten, golden bewehrten und gekrönten Löwen und in der Spitze ein silbernes sechsspeichiges Rad auf rotem Grund"
Ausgangspunkt bei der Wappengestaltung waren Symbole ehemaliger bedeutender Territorialherrschaften des Gebietes. Der Löwe der ludowingischen Landgrafen von Thüringen verweist darauf, dass dieses Geschlecht in einem Teil des heutigen Territoriums des Landkreises Sömmerda eines ihrer Kerngebiete besaß, dessen Mittelpunkt die Runneburg in Weißensee bildete. Wird im Allgemeinen bei Thüringer Wappen eher davon abgeraten, den sächsischen Rautenkranz zu verwenden, so hat dieses Symbol im Kreiswappen von Sömmerda durchaus seine Berechtigung in mehrfacher Hinsicht. Er steht zunächst für die ernestinischen und albertinischen Gebietsteile, zum anderen aber auch für die später provinzsächsischen und sachsenanhaltinischen Ortschaften des heutigen Kreises. Vor allem der Rautenkranz weist auf die wechselvolle Territorialgeschichte des Kreises hin. Das silberne Rad auf rotem Grund steht für die ehemaligen erfurtischen bzw. kurmainzischen Gebiete.
(Quelle: Boblenz, Frank/Heß, Peter: Das Wappen des Landkreises Sömmerda. - In: Sömmerdaer Heimatheft 5, 1994, S. 6-8.)