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Aktuelles aus dem Landkreis

 

5 Jahre schulbezogene Jugendsozialarbeit im Landkreis Sömmerda

aktueller Presseartikel


Seit dem Schuljahr 2013/2014 arbeiten Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter an den weiterführenden Schulen im Landkreis Sömmerda. Am 17. September 2018, genau fünf Jahre nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis und dem THEPRA Landesverband Thüringen e.V als Durchführungsträger, trafen sich die Beteiligten – Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Schulleiter, Landrat Harald Henning, Jugendamtsleiterin Martina Weise-Watzek und THEPRA-Geschäftsführer Erwin Gerlach sowie zahlreiche Netzwerkpartner – in der Bildungs- und Begegnungsstätte 3B-Weißensee auf der Runneburg, um sich gemeinsam auf „Zeitreise“ durch fünf erfolgreiche Jahre schulbezogene Jugendsozialarbeit im Landkreis Sömmerda zu begeben.

Bevor Landrat Harald Henning an die Anfänge des Projekts erinnerte, nutzte er die Gelegenheit, den Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern persönlich für ihr Engagement und ihre beispielhafte Arbeit an den weiterführenden Schulen im Landkreis zu danken. „Wir alle sind uns einig, dass niemand dieses mittlerweile etablierte und erfolgreiche Angebot missen möchte. Für die Schüler und die Lehrer sind Sie wertvolle Partner und eine wichtige Unterstützung im Schulalltag. Sie haben ein offenes Ohr, wenn Ihre Schützlinge Sorgen haben, z.B. mit Leistungsdruck, Mobbing oder zu Hause. Aber auch für Lehrer und Eltern sind Sie wichtige Partner und Berater bei Problemen oder in Konfliktsituationen.“

Mit dem Inkrafttreten der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen an örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe für Vorhaben der schulbezogenen Jugendsozialarbeit“ im Mai 2013 hat der Landkreis Sömmerda die Idee, die Schulen in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag mit sozialpädagogischen Angeboten zu unterstützen, aufgegriffen und ein Interessenbekundungsverfahren initiiert, an dem sich zwei Bewerber beteiligten.

Der Jugendhilfeausschuss hat dann im Juli 2013 den THEPRA Landesverband Thüringen e.V. als Durchführungsträger für die Schulbezogene Jugendsozialarbeit im Landkreis Sömmerda bestimmt. Gleichzeitig wurde die Umsetzung an zunächst acht Schulstandorten im Landkreis Sömmerda im Kontext der Jugendhilfeplanung beschlossen. Bereits im Januar 2014 konnte das Projekt auf alle weiterführenden Schulen ausgeweitet werden.
Elf Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sind seitdem an 12 Schulstandorten tätig, sieben von ihnen sind von Beginn an dabei. Bevor sie ihre Arbeit aufnehmen konnten, hat der Landkreis an den Schulen sowohl für die nötige räumliche, sächliche wie auch technische Ausstattung gesorgt und konnte jedem Schulsozialarbeiter ein eigenes Büro zu Verfügung stellen. „Aufgrund des begrenzten Umfangs der zugewiesenen Mittel kann leider noch immer nicht jeder Schule ein Sozialarbeiter in Vollzeit zur Seite gestellt werden. Aber ich denke, wir haben unser Möglichstes getan, um allen Interessenlagen gerecht zu werden“, erklärte Landrat Henning.

Gerrit Neundorf, Schulsozialarbeiter am Albert-Schweitzer-Gymnasium Sömmerda und Moderator der Jubiläumsveranstaltung, dankte dem Landrat und dessen Mitarbeitern für die Unterstützung. „Dieses Projekt wurde nicht mit heißer Nadel gestrickt!“ Es sei vielmehr eine Gemeinschaftsarbeit vieler Akteure, bei der Kooperation von Anfang an groß geschrieben worden ist. Auch Martina Weise-Watzek lobte das gute Zusammenwirken zwischen dem Jugendamt, dem die Koordination und damit die fachliche Verantwortung sowie die Beratung der Schulsozialarbeiter obliegen, und dem THEPRA Landesverband.

In der sozialpädagogischen Einzelfallarbeit, in Projekten und mit verschiedenen Maßnahmen, die in das jeweilige Umfeld der Schulen wirken, gibt es jede Menge Arbeit für die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter im Landkreis Sömmerda. Dabei ist sei es jeder der Fachkräfte gelungen, sich an der jeweiligen Schule ein eigenes Profil zu erarbeiten und individuelle Schwerpunkte zu setzen, betonte Martina Weise-Watzek.
Noch bis 2019 ist die Fortführung des Programms „Schulbezogene Jugendsozialarbeit“, welches zu 100 Prozent durch das Land Thüringen finanziert wird, gesichert. Eine Fortführung der Finanzierung hat der Freistaat bereits in Aussicht gestellt. „Ich hoffe, dass die Sozialarbeiter an den Schulen weiterhin wichtige Impulse und innovative Ideen für die Bewältigung von Konflikten, die Gestaltung des Schulalltags und den Anstoß von Projekten geben können“, so Landrat Harald Henning.


Stand: 20.09.2018


Jubiläumsveranstaltung am 3. und 4. November 2018


Wenn am 3. und 4. November zahlreiche Unternehmen ihre Leistungskraft präsentieren und aktuelle Innovationen vorstellen, ist die Unstruthalle in Sömmerda wieder Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern. Seit 1994 ist die SÖM – die Leistungsschau der Wirtschaft im Landkreis Sömmerda – fester Bestandteil im wirtschaftlichen Leben der Region. In diesem Jahr ist es die nunmehr 25. Veranstaltung dieser Art in Folge. Sowohl die stabile Ausstellerzahl als auch das ungebrochene Besucherinteresse bestätigen das Konzept und die Bedeutung der SÖM für den Landkreis.

Traditionsgemäß wird die SÖM durch das Landratsamt Sömmerda in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Sömmerda, der Kreishandwerkerschaft Weimar-Sömmerda und dem Regionalen Service Center der IHK Erfurt organisiert. In Vorbereitung ist der dritte und letzte Teil der Sonderausstellung „Zwei Jahrhunderte Industriegeschichte in Sömmerda“, der wichtige Etappen der beispielhaften Wirtschaftsgeschichte der Stadt und des Landkreises in der Zeit von 1945 bis heute in den Fokus rückt.

Anmeldungen ab sofort möglich

Die SÖM wird von den Ausstellern wie auch den Gästen als wertvolle Handels- und Kommunikationsplattform der Wirtschaft, des Handwerks und der Dienstleistungsbranche geschätzt. Neben der Präsentation ihrer Angebote und der Kontaktpflege mit Kunden und Partnern steht für viele Unternehmen aber auch zunehmend die Gewinnung von Fachkräften im Vordergrund. Nutzen Sie das kostengünstige Angebot und kommen Sie als Aussteller zur SÖM 2018. Die Anmeldeunterlagen finden Sie in Kürze im Internet auf unserer Homepage hier >>> sowie auf www.ausstellung-soem.de.

Anmeldeformular

Ihre Ansprechpartner:

Landratsamt Sömmerda
Amt für Öffentlichkeitsarbeit   
Frau Trabitzsch, Tel.: 03634 354-400

Stadtverwaltung Sömmerda
Wirtschaftsförderung
Frau Fuchs
Tel.: 03634 350-302

Kreishandwerkerschaft Sömmerda  
Frau Radtke
Tel.: 03634 3176171 
  
IHK Regionales Service Center
Herr Meier
Tel.: 03634 612661


Stand: 06.04.2018

Gelaufen, um zu helfen

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Gute Resonanz bei Benefizlauf für Kinderhospiz und gegen Krebs

„Diese Aktion ist herzerwärmend, wurde sie doch initiiert und organisiert von Helfern, die sowieso schon helfen“, fasste Stephan Masch, Verantwortlicher für Fundraising und Kommunikation beim Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V., seine Begeisterung für den Tag der Läufe am 15. September 2018 im Stadtpark Sömmerda zusammen. Erstmals hatten der Feuerwehrverein Sömmerda e.V. und das Brustzentrum Mittelthüringen im DRK-Krankenhaus Sömmerda alle Lauffreudigen zu einer gemeinsamen Spendenaktion zugunsten unheilbar kranker Kinder und für ein onkologisches Projekt aufgerufen.

Etwa 170 Kinder und Freizeitläufer reihten sich in die Starterfelder der einzelnen Hindernisläufe ein. Und wie es der Name schon sagt, galt es, auf den zwei beziehungsweise sechs Kilometer langen Strecken so manche Hürde zu nehmen. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Sömmerda hatten mit einem Kriechtunnel, einem Reifenstapel, einer Wand, Strohballen, einem Gerüst, einem Spinnennetz, einem Slalom-Lauf und einem Wasserbecken einige Herausforderungen vorbereitet.

Zirka 60 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Sömmerda, aus Erfurt, dem Unstrut-Hainich-Kreis, Eisenach und sogar Böblingen absolvierten diesen Parcours beim „Firefighter Run“ in Einsatzkleidung und mit Pressluftatmern. Für sie alle waren Zeiten und Platzierungen Nebensache. Im Mittelpunkt stand vielmehr der größtmögliche Erfolg dieser Spendenaktion.

Bevor der Startschuss für den ersten, den Kinderlauf fiel, würdigten der 1. Kreisbeigeordnete Hendrik Blose und Sömmerdas Bürgermeister Ralf Hauboldt die Initiative. Nicht nur, dass alle in diesem Jahr überdurchschnittlich viele Einsätze hatten, helfen sie auch bei so einer Veranstaltung mit und zahlen dafür sogar noch Startgeld, um anderen zu helfen, so Hendrik Blose sichtlich beeindruckt.

Zahlreiche Firmen und Einrichtungen des Landkreises unterstützten die Veranstaltung ebenfalls, entweder mit Spenden oder indem sie die Versorgung und Betreuung der Teilnehmer sicherten. An mehreren Ständen gab es interessante Informationen zu vielfältigen Themen rund um die Gesundheit.

Während der Erlös des nunmehr zum 3. Mal durchgeführten „Laufes gegen Krebs“ gemeinsam mit dem Brustzentrum Mittelthüringen im DRK-Krankenhaus Sömmerda in diesem Jahr der „Sportgruppe nach Krebs“ zugutekommt, unterstützt der Feuerwehrverein Sömmerda e.V. mit den Startgeldern die Arbeit des Kinderhospizes Mitteldeutschland, dessen offizieller Partner er seit 2018 ist.

„Ich kann im Namen unserer Gäste für diese Aktion einfach nur von ganzem Herzen danke sagen“, so Stephan Masch. Er und sein Team können auch im kommenden Jahr dieser Unterstützung sicher sein, denn der Feuerwehrverein und das Brustzentrum Mittelthüringen planen für den 21. September 2019 eine Neuauflage dieser Benefizveranstaltung.

Über das Kinderhospiz Mitteldeutschland

Jedes Jahr bekommen über 6.500 Eltern die schockierende Diagnose „Ihr Kind ist unheilbar krank! Wir können nichts mehr tun.“ Über 40.000 Kinder und Jugendliche mit tödlichen Erkrankungen leben aktuell in Deutschland. Eine intakte Familie und ihr Umfeld geraten aus dem Gleichgewicht. Trauer, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Ohnmacht und Wut kommen auf. Täglich müssen die betroffenen Familien schwierige Herausforderungen meistern.

Ihnen zur Seite zu stehen hat sich der Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V. als gemeinnütziger Trägerverein für das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zur Aufgabe gemacht. Im Jahr 2011 gegründet, arbeiten in der Einrichtung knapp 40 Mitarbeiter in den Bereichen Pflege, Hauswirtschaft, Küche und Pädagogik.

Sie helfen und begleiten den jahrelangen Pflege- und Betreuungsprozess – oft mit existenziellen Folgen für die Familie – bis über den Tod des geliebten Kindes hinaus. Die Pflegekräfte und Pädagogen ermöglichen den Gastfamilien, fern jeder Krankenhausatmosphäre, neue Kraft vom oft zehrenden Pflegealltag zu schöpfen.

Aktuell werden jährlich mindestens 1.250.000 Euro Spenden benötigt, um die intensive Pflege und Betreuung der Gäste im Kinderhospiz Tambach-Dietharz sicherzustellen. Die Krankenkassen übernehmen nur einen Teil der laufenden Betriebs- und Personalkosten.

20 Euro – ermöglichen den Kauf von Material für einen Bastelnachmittag mit den Gastfamilien
45 Euro – sichern das notwendige medizinische Verbrauchsmaterial für ein Kind pro Tag
90 Euro – finanzieren zwei notwendige Therapiestunden für die kleinen Gäste

Spendenkonto:
Empfänger: Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V.
IBAN: DE64 8602 0500 0003 5669 00
BIC: BFSWDE33LPZ
Bank: Bank für Sozialwirtschaft
Mehr Informationen unter:www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de


Stand:20.09.2018

Industrialisierung 1.0 – Heimatforscher und Ortschronisten trafen sich in Kindelbrück

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Den Anfängen der Industrialisierung im ländlichen Bereich im 19. und 20. Jahrhundert widmete sich die diesjährige Tagung der Ortschronisten und Heimatforscher des Landkreises Sömmerda. Gastgebende Kommune war die Stadt Kindelbrück, die mit einer ehemaligen Kofferfabrik und verschiedenen Vorgängerbauten selbst auf eine wechselvolle Industriegeschichte blicken kann.'

Am 7. September begrüßte der stellvertretende Bürgermeister Klaus Günther alle Gäste, darunter den stellvertretenden Landrat Hendrik Blose sowie Kreisarchivar Thomas Hildebrand und Dr. Frank Boblenz von der Interessengemeinschaft Heimatgeschichte als Hauptorganisatoren in der Aula der Wippertal-Grundschule.

Das Hauptreferat der Tagung hielt Dr. Stefan Gerber von der Universität Jena, der den anwesenden Heimatforschern mit seinen Ausführungen zur Industrialisierung in Thüringen im 19. Jahrhundert half, bestimmte Aspekte in der jeweiligen Ortsgeschichte historisch einzuordnen. Was bei den individuellen Nachforschungen alles als Quelle dienen kann und welche Aussagekraft in verschiedenen historischen Dokumenten steckt, darüber informierte anschließend Dr. Frank Boblenz. Er konzentrierte sich auf die Darstellung von Pendlerbewegungen in und um Sömmerda im 2. Drittel des 19. Jahrhunderts.

Eine andere Perspektive wählte Hartmut Stöpel, der den Anwesenden vor allem als Chronist des Feuerwehrwesens im Landkreis bekannt ist. Als Kindelbrücker zeichnete er die verschiedenen Stationen des Industriestandorts der ehemaligen Kofferfabrik nach. Ursprünglich als Papiermühle, mit der Wasserkraft aus dem Gründelsloch betrieben, gab es später an gleichem Ort eine Schuhfabrik, ein Elektrizitätswerk und eine Dampfmolkerei. Als eingefleischter Feuerwehrmann lagen Stöpel vor allem die historische Aufarbeitung der beiden Großbrände von 1938 und 2008 am Herzen.

Gemeinsam mit Klaus Günther zeigte Hartmut Stöpel zum Abschluss der Heimatforschertagung bei einem Rundgang durch den Ort verschiedene Auswirkungen der Industriegeschichte auf das Stadtbild. Etwa gibt es einen Durchbruch durch die Stadtmauer, der nachträglich angelegt wurde, um den Arbeitern der Schuhfabrik/Kofferfabrik einen Umweg über eines der vier Stadttore zu ersparen und so den Arbeitsweg zu verkürzen.

Im kommenden Jahr wird die Tagung der Heimatforscher und Ortschronisten in Udestedt stattfinden. Hauptthema wird dann alles Geschichtliche zu Kirmes und Kirchweih sein.


Stand: 20.09.2018

Die richtigen Weichen stellen

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Projekt „Revolution Train“ machte in Sömmerda Station

Am frühen Morgen des 11. September 2018 rollte der „Revolution Train“ in den Sömmerdaer Bahnhof ein. Der Name dieses innovativen Projekts zur Suchtprävention ist Programm: multimedial und interaktiv ermöglicht der aus Tschechien stammende Anti-Drogen-Zug eine intensive und emotionale Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von Drogenmissbrauch. Auf dem Bahnsteig ergänzten Aktions- und Informationsstände das Präventionsprojekt. Vertreten waren unter anderem der Kinderschutz- und der Sozialpsychiatrische Dienst im Landratsamt, die Kreisverkehrswacht mit Rauschbrillen und Reaktionstest, der ASB Rettungsdienst mit Hinweisen zur Ersten Hilfe im Drogennotfall sowie die Verbraucherzentrale Thüringen mit Tipps für alkoholfreien Genuss.

Neben rund 360 Neuntklässlern aus dem Landkreis Sömmerda konnten sich auch die Unterstützer des Projekts einen Eindruck von der Wirkung des „Revolution Train“ verschaffen. Begleitet von der Moderatorin Sabine Przewosnik, Richterin am Amtsgericht Sömmerda, und Wanda Edelkötter vom Veranstalter-Team durchliefen Landrat Harald Henning, Sömmerdas Bürgermeister Ralf Hauboldt, der Leiter der Polizeiinspektion Sömmerda, Torsten Donner, Jugendamtsleiterin Martina Weise-Watzek, Amtsärztin Dagmar Dammers, die stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters, Gabriele Löser, ASB-Geschäftsführer Christian Karl sowie Vertreter der Sponsoren – Sparkasse Mittelthüringen, audifon, Wohnungsgesellschaft Sömmerda, Mubea, Deutsche Bank Finanzagentur und die AOK plus – die sechs Waggons des Anti-Drogen-Zugs.

Hier verfolgten sie die, wie sich am Ende herausstellt, reale Geschichte einer Drogenkarriere. Dabei wechseln sich Filmszenen mit realitätsnahen Schauplätzen des zuvor gezeigten – Autounfallstätte, Gefängniszelle oder Drogennest – ab. In diesen Szenerien tritt der Moderator in Interaktion mit den Besuchern. Informationen über die Mechanismen von Suchtentstehung, Sinneswahrnehmungen und Diskussionen verbinden sich zu einem, im wahrsten Sinne, eindrucksvollen Erlebnis, das die vor allem junge Zielgruppe emotional ansprechen, die Schüler zum Nachdenken über legale wie illegale Suchtmittel anregen und für die damit einhergehenden Folgen und Gefahren sensibilisieren will.

In Verbindung mit einer intensiven Vor- und Nachbereitung in den Schulen verfolgt das Projekt das Ziel, die Schüler in ihrer persönlichen Entwicklung positiv zu stärken, ihre Widerstandfähigkeit gegenüber Drogen zu erhöhen, sie stark fürs Leben zu machen – sprich: ihnen zu helfen, in ihren Entscheidungen die richtigen Weichen zu stellen. Und für die in der Suchtprävention und -hilfe tätigen Fachkräfte ermöglichen die anonymen Fragebögen, die die Schüler nach dem Rundgang ausfüllen, ein realistisches Bild von der aktuellen Situation, das helfen kann, Schwerpunkte in der Arbeit neu zu definieren und maßgeschneiderte Konzepte für eigene Drogenpräventionsprojekte zu entwickeln.

Hintergrund:

Ob Alkohol, Cannabis oder Crystal Meth – Suchterkrankungen nehmen zu und stellen die in der Beratung, Hilfe und Prävention aktiven Fachkräfte vor große Herausforderungen. Anfang dieses Jahres gründete sich der Arbeitskreis „Sucht im Landkreis Sömmerda“, um Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für die Problematik zu schaffen, Präventionsstrategien zu entwickeln und zielgruppenorientierte Projekte zum Thema zu initiieren.
Im Arbeitskreis vertreten sind die Polizeiinspektion, das Amtsgericht und die Bewährungshilfe Sömmerda, der ASB mit der Suchtberatung und dem ThINKA-Projekt, der THEPRA Landesverband mit dem Quartiersmanagement und der Schulsozialarbeit, der Jugendtreff B27 der Stadt Sömmerda, das Jobcenter sowie Mitarbeiterinnen der Gesundheitsamtes und des Jugendamtes im Landratsamt, die in unterschiedlichen Funktionen ständig mit der Problematik konfrontiert sind.


Initiiert durch den Arbeitskreis „Sucht im Landkreis Sömmerda“ und finanziert durch Gelder von Sponsoren, die dieses gesellschaftspolitisch wichtige Thema unterstützen, konnte der „Revolution Train“ auch in Sömmerda Halt machen. Über dieses neuartige Präventionsprojekt hinaus will der Arbeitskreis aber auch künftig als starkes Netzwerk gezielt Kräfte bündeln, um den individuellen wie gesellschaftlichen Folgen des Drogenmissbrauchs entgegenwirken zu könne


Stand: 20.09.2018

Als Gedanken zu Bildern wurden

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Leiter der Ausgrabungsstätte „Steinrinne“ präsentierte neue Forschungsergebnisse

Vom 22. bis 26. August 2018 fand in Turin die NeanderART 2018, eine Internationale Konferenz mit 100 Teilnehmern und 42 Referenten aus 20 Ländern, statt. Zu der Fragestellung „Gab es Kunst vor dem anatomisch modernen Menschen?“ präsentierte der Leiter der Ausgrabungsstätte „Steinrinne“ Bilzingsleben, Enrico Brühl, mit einem 2014 in Bilzingsleben gefundenen Hirschknochen die weltweit älteste grafische Darstellung aus Menschenhand.

Bereits in den späten 1980er Jahren hatten einige ganz besondere Funde aus der Steinrinne das Interesse der internationalen Forschergemeinde gefunden. Die Steinrinne-Forschungsgruppe unter der Leitung von Dietrich Mania veröffentlichte mehrere Knochenfragmente mit regelmäßigen Schnittmarkenmustern, die auf einen intentionellen, also beabsichtigten Charakter der Muster hinweisen. In den Folgejahren und bedingt durch die kontroverse Diskussion wurden diese gemusterten Knochenobjekte intensiv erforscht.

Inzwischen wurden neue Exemplare mit nicht funktionellen Schnittmustern an der Steinrinne gefunden. Neben zwei kleinen Fragmenten mit markanten Schnittmarken gibt es ein vollständig erhaltenes Exemplar. Es wurde von Rebecca Wachsmuth, Archäologie-Studentin an der Martin-Luther-Universität Halle, im Herbst 2014 bei Restaurierungsarbeiten an einem älteren Profilabschnitt zwei Meter südlich der ehemaligen Uferlinie gefunden. So wurden die Gegenstände auf dem Boden des ehemaligen Sees abgelagert.

Das knapp vier Zentimeter große Fragment eines Mittelhandknochens vom Rothirsch zeigt ein symmetrisches, fächerartiges Muster von fünf Schnittmarkierungen. Die Schnittmarken entstanden in regelmäßigen Abständen zueinander. Die drei Markierungen in der Mitte des Fächermusters weisen zudem die gleiche Länge auf und wurden in gleicher Höhe an der Knochenoberfläche platziert. Die seitlichen Schnitte des Musters wurden stattdessen auf einer höheren Ebene platziert.

Dank der Unterstützung der auf Messtechnik spezialisierten Firma Stockmann aus Leubingen konnte mittels hochauflösender Oberflächenscans nachgewiesen werden, in welch‘ unglaublicher Präzision die Schnitte erfolgten. Jeweils 0,5 Millimeter breit und 0,03 Millimeter tief, liegen die Abweichungen der Schnitte gerade mal im Nanometerbereich. Enrico Brühl geht davon aus, dass alle Schnitte mit dem gleichen Steinwerkzeug von einem Menschen in einem Arbeitsschritt hergestellt worden sind.

Während die mittleren drei Schnittmarken jeweils durch einen einzigen Schnitt entstanden, wurden die seitlichen jeweils durch zwei Schnitte hergestellt. Die seitlichen Schnitte sind mit einer Länge von 7 und 5,5 mm vollständig erhalten. Die intensive Suche nach weiteren Teilen des Knochenfragments ist bis heute gescheitert.

Neben der Symmetrie, der Regelmäßigkeit des Musters und der anatomischen Position gibt es eine dritte makroskopisch sichtbare Eigenschaft der Schnittmarken, die den nichtfunktionellen und beabsichtigten Hintergrund des Musters anzeigt. So wurde es wohl erst lange Zeit nach dem Tod des Tieres auf dem Knochen hinterlassen. Mehrere Monate, vielleicht sogar Jahre können zwischen dem Knacken des Knochens und der Herstellung der Schnittspuren liegen.

Mit dem jüngsten Fund unter den eingravierten Knochen des Homo erectus aus Bilzingsleben präsentierte Enrico Brühl in Turin zugleich den Regelmäßigsten in Symmetrie und Design. „Wer zu diesem Thema forscht, kommt an Bilzingsleben nicht vorbei!“, betont der Ausstellungsleiter und freut sich über die Anerkennung seines Fundes in Wissenschaftskreisen. In sieben weiteren Vorträgen sei er aufgegriffen worden und werde als älteste grafische Darstellung aus Menschenhand Eingang in die im Zuge der Konferenz gerade entstehende wissenschaftliche Publikation finden.
Neben der Begeisterung der internationalen Kollegen ist es für Enrico Brühl aber vor allem das abgerundete Bild, das dieser Fund von Bilzingsleben zeichnet. Zum einen, weil er der weltweit einzige Fund dieser Art im Kontext einer menschlichen Siedlung ist, insbesondere aber, weil er beweist, dass es sich beim Homo erectus nicht um einen primitiven Vorläufer des modernen Menschen handelt, sondern um ein Individuum, das in seinen Fähigkeiten bereits alles das konnte, was wir heute können.


Stand:20.09.2018


Thüringer Tourismus GmbH zu Gast im Thüringer Becken

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Unter dem Motto „KultUrzeit“ – Eine Reise durch 400.000 Jahre Menschheitsgeschichte“ luden der Tourismusverband Thüringer Becken e.V. und Landrat Harald Henning die Thüringer Tourismus GmbH (TTG) am 16. August 2018 zu einem Ausflug ins Thüringer Becken ein. Als touristische Marketingorganisation des Freistaats Thüringen unternimmt die TTG jedes Jahr einen Produktschulungstag, um die touristischen Leistungsträger und ihre Angebote vor Ort kennenzulernen.

Mit freundlicher Unterstützung der Verwaltungsgesellschaft des Öffentlichen Personen Nahverkehrs Sömmerda mbH war für den Produktschulungstag der Thüringentags-Bus im Einsatz. „Wow, ich bin begeistert. Können wir ein Foto vor dem Bus machen?“ waren die ersten Worte von Bärbel Grönegress, Geschäftsführerin der TTG. Im Bus wurden die 41 Mitarbeiter der TTG von Wolfgang Kunz, Vorsitzender des Tourismusverbands Thüringer Becken e.V., Marcus Bals, Leiter des Amts für Öffentlichkeitsarbeit und der Tourismusbeauftragten im Landratsamt Sömmerda, Marie Berbig, begrüßt.

Erste Station war der Beachclub in Leubingen, wo Stefan Schmidt, Amtsleiter Tourismus und Kultur der Stadt Sömmerda, die zukünftige Tank- und Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ vorstellte.

Die Imagefilme der Stadt Sömmerda sowie des Tourismusverbands Thüringer Becken e.V. dienten als Einstimmung auf den Tag. Den ersten kurzen Boxenstopp legte der Bus auf dem Rastplatz „Leubinger Fürstenhügel“ an der A71 ein, wo 2019 eine Tank- und Rastanlage entstehen soll. Vorgestellt wurde das Projekt im Beachclub Leubingen durch Stefan Schmidt, Amtsleiter Tourismus und Kultur der Stadt Sömmerda. Zudem erläuterte Stadtarchivar Dr. Ulf Molzahn das Konzept zum Zeitreiseweg, der als Rundweg die Tank- und Rastanlage mit dem Leubinger Fürstenhügel verbinden wird.

Weißensees Bürgermeister Matthias Schrot empfing die TTG im Chinesischen „Garten des ewigen Glücks“.

Von der Bronzezeit führte die Reise in das Mittelalter. Die Stadt Weißensee bot eine Führung in der Stadt- und Kulturkirche St. Peter und Paul an. Anschließend empfing Bürgermeister Matthias Schrot die TTG im Chinesischen „Garten des ewigen Glücks“. „So etwas hätte ich hier nicht vermutet“, zeigte sich Christiane Pfaff, Mitarbeiterin der TTG mit Wohnsitz im Ilm-Kreis, begeistert. Um gestärkt in die zweite Tageshälfte zu starten, nahmen die Mitarbeiter der TTG in der Ratsbrauerei zum Mittagessen Platz. Natürlich verwies Braumeister Matthias Schrot hier auf das älteste Reinheitsgebot zum Brauen von Bier aus dem Jahr 1434.


Willkommen in der Altsteinzeit hieß es beim Besuch der Ausgrabungsstätte „Steinrinne“ Bilzingsleben.

Die dritte Station führte in die Altsteinzeit. Enrico Brühl, wissenschaftlich-technischer Leiter der Ausgrabungsstätte „Steinrinne“ Bilzingsleben, führte über das Museumsareal und nahm die Mitarbeiter der TTG mit in ein Land vor unserer Zeit. Großes Interesse am Homo erectus bilzingslebensis und seinem Lebensumfeld zeigten die viele Fragen, die Enrico Brühl beantworten durfte.

Um die Landschaft des Thüringer Beckens nicht nur aus dem Bus heraus zu betrachten, wanderte Marie Berbig mit den Mitarbeitern der TTG von der „Steinrinne“ zum Landgasthof „Altes Pfarrhaus“ in Bilzingsleben. Nach der Begrüßung durch Hotelleiterin Dana Reinhöfer und wissenswerten Fakten zum Hotel luden die Bäckerei Fischer und der Landgasthof zu einer Kaffeetafel im Außenbereich des Hotels ein. Die Zimmer des Hotels und der Saunabereich konnten individuell besichtigt werden.


Letzte Station des Tages war Schloss Kannawurf.

Der letzte Zeitsprung brachte die Reisegruppe in die Renaissance. Der Künstlerhaus Thüringen e.V. führte durch das Schloss Kannawurf und erklärte die Arbeit des Vereins. Neben der aktuellen Nutzung des Schlosses für zahlreiche Kulturveranstaltungen wurde das Projekt „Renaissancegarten“ vorgestellt. „Es war ein rundum gelungener und sehr interessanter Tag für uns. Einige Schätze des Thüringer Beckens kennen wir nun aus erster Hand und haben sie bei unserer täglichen Arbeit mit Touristen im Hinterkopf “, bedankte sich Bärbel Grönegress bei den Organisatoren.

Stand: 29.08.2018



     
 
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